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Sprachtherapie in Essen / Katja Preuß & Britta Krautwurst

Sprachentwicklung

Die kindliche Sprachentwicklung verläuft in verschiedenen Phasen. Die wichtigsten „Meilensteine“ der Sprache können im Hinblick auf die angeführten Altersangaben durchaus individuell variieren und sind lediglich als Durchschnittswerte zu verstehen.

Manche Kinder sprechen schon bereits mit 12 Monaten erste verständliche Wörter und Teilsätze, andere Kinder hingegen sind im Alter von vier Jahren kaum zu verstehen. Auch bei einer geistigen und körperlichen altersgemäßen Entwicklung, einem intakten sozialen Umfeld sowie einer ausgeglichenen und stabilen psychischen Konstitution des Kindes, kann es zu Problemen in der Sprachentwicklung und dem Spracherwerb kommen. Diese zeigen sich z.B. in einer verzögerten Äußerung der ersten Worte, einem nur sehr langsam wachsenden Wortschatz oder dem Auftreten vieler grammatikalischer Fehler im Vorschulalter.

Ohne therapeutische Unterstützung ist das Risiko einer nicht altergemäßen Sprachentwicklung sehr groß und es besteht die Gefahr, dass die Kinder den Anschluss an ihre Altersgenossen verlieren. Oftmals geht dies mit negativen Auswirkungen auf das Selbstbewußtsein des Kindes sowie auf dessen gesamte Persönlichkeitsentwicklung einher.

Niemand kennt Ihr Kind und dessen Sprachentwicklung so gut wie Sie selbst. Sollten Sie Sprachverzögerungen oder -probleme bei Ihrem Kind feststellen, sollten Sie dies sprachtherapeutisch prüfen lassen. Ob Ihr Kind eine gezielte Förderung im Rahmen einer Sprachtherapie benötigt, kann in einem unverbindlichen und kostenlosen Erstgespräch in unserer Praxis festgestellt werden.

Die Phasen der Sprachentwicklung

Pränatale Phase

Bereits im Mutterleib nimmt das ungeborene Kind Geräusche auf und reagiert besonders auf die Stimme der Mutter.

1. Monat

Erste lautliche Äußerungen des Kindes durch Schreien.

2. bis 8. Monat

In Form von Lallen sammelt das Kind erste sprechmotorische und artikulatorische Erfahrungen. Es zeigt Interesse an sprachlichen Äußerungen der Eltern und kann bereits die verschiedenen Sprachlaute auditiv unterscheiden. Am Ende der Lallphase kann das Kind erste Silbenketten bilden (bababa)

8. bis 10. Monat

Das Kind entwickelt ein erstes Wort- und Silbenverständnis und versucht, gehörte Laute und Silben zu imitieren.

10. bis 13. Monat

Die ersten Wörter wie Mama / Papa werden verständlich geäußert. Die sogenannte Babysprache entwickelt sich.

13. bis 18. Monat

In dieser Phase „der ersten 50 Wörter“ beginnt das Kind, erste Laute gezielt zur Wortbildung einzusetzen und spricht primär in Ein-Wort-Äußerungen wie Wauwau, Ball, diese bereits mit unterschiedlicher Betonung.

18. bis 24. Monat

Der Wortschatz des Kindes vergrößert sich rapide und es kann bereits erste Wortkombinationen anwenden. Es verwendet hierbei vorwiegend Nomen sowie erste Verben und Adjektive in Zwei- und Dreiwortsätzen, die grammatikalisch noch nicht korrekt sind. (Wauwau hat Ball.)

2. bis 3. Lebensjahr

Das Kind erlernt die ersten syntaktischen Regeln und Vorläufer der Grammatik. Folgende Laute sollte das Kind in dieser Phase erlernt haben: die Vokale a, e, i, o, u und die Konsonanten m, b, p, n, d, t, l. Außerdem ist es in der Lage, in Mehrwortsätzen mit drei bis vier Wörtern pro Satz zu sprechen. Auch findet in dieser Phase der erste Gebrauch von „ich“ statt.

3. bis Ende 4. Lebensjahr

Das Kind beherrscht die wesentlichen grammatikalischen Strukturen der Sprache. Einfache Haupt- und Nebensätze werden grammatikalisch richtig gebildet, schwierigere Konstruktionen werden nicht immer normgerecht ausgesprochen. Verben werden korrekt und an der richtigen Stelle im Satz verwendet. Die Mehrzahl sowie Vergangenheitsformen werden gebildet.

Der Wortschatz nimmt stark zu. Ein entwicklungsbedingtes Stottern kann auftreten.

5. bis 6. Lebensjahr

Alle Laute und Lautverbindungen werden normgerecht gebildet, auch das s, sch, z, g, k und r. Der Wortschatz ist nun groß genug für einen differenzierten Ausdruck. Abstrakte Begriffe werden kindgemäß sicher verwendet. Das Kind verwendet in den Sätzen die richtigen Fälle und versteht die Sprache seiner Umwelt. Es kann seine Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken verbal zum Ausdruck bringen.