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Rüttenscheider Straße 91, 45130 Essen

Sprachtherapie in Essen / Katja Preuß & Britta Krautwurst

Störungsbilder

Wir, Katja Preuss, Britta Krautwurst und Team, behandeln alle relevanten sprachlichen Störungsbilder – unabhängig vom Alter des Patienten.
Dabei setzen wir auf Erfahrung, eine angenehme Therapie-Atmosphäre und die Liebe zu unserem Beruf.

Für alle aufgeführten Störungsbilder — seien sie auch noch so unterschiedlich — gilt gleichermaßen:

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“

Wir helfen Ihnen dabei, diese Grenzen zu durchbrechen und zu überwinden.

Was ist das?

Von einer Dyslalie spricht man, wenn die Artikulation der Kinder fehlerhaft ist. Sie lassen bestimmte Laute innerhalb ihrer Sprache ganz aus (z. B. das R und aus Drache wird Dache, die Straße wird zur Staße und Rot ist nur noch hot), bilden die Laute falsch und ersetzen diese durch ihnen ähnlich klingende Laute (z. B. beim fehlerhaften SCH wird die Tasche zur Tase oder die Schnecke zur Snecke).

Woran erkennt man die Störung?

Wenn ein Kind im Restaurant neben Ihnen sitzt und beim Kellner eine „Tota Tola“ bestellt, wissen Sie, dass dieses Kind unter einer Dyslalie leidet und scheinbar kein K sprechen kann. Je mehr Laute / Lautverbindungen betroffen sind, umso schwerer wird es, das Kind zu verstehen. Auch das „süße“ Lispeln ist eine Artikulationsstörung, die dringend behandelt werden sollte, denn diese Aussprachstörung verschwindet nicht irgendwann von selbst und man hat als Erwachsener nicht mehr den „süß“-Bonus, vor allem nicht im harten Berufsalltag.

Welche Therapieform wird angewendet?

Je nachdem, ob es sich um eine phonetische oder eine phonologische Störung handelt, müssen die Kinder lernen, Atmung, Stimme und Bewegungen der Sprechwerkzeuge so zu koordinieren, dass die Laute richtig gebildet werden können oder sie müssen die lautsprachlichen Regeln erlernen, die dem korrekten Einsatz der Laute zugrunde liegen.

Was ist das?

Unter Sigmatismus (Lispeln) versteht man das fehlerhafte Bilden der S/Z-Laute.

Woran erkennt man die Störung?

Beim Lispeln geht die Zunge falsche Wege, nämlich entweder über die Schneidezähne hinaus oder an die unteren Schneidezähne heran. Auch ein Drücken der Zungenränder von innen an die Zahnreihen ist möglich. Der typische Diagnosespruch, den jeder in diesem Zusammenhang schon einmal gehört hat, macht die Problematik dieser Stimmstörung deutlich: „Susi sag mal saure Sahne.“ Die Zungenspitze ist beim Sprechen oft zu sehen.

Welche Therapieform wird angewendet?

Da diese Störung oftmals schon jahrelang besteht, ist der Sigmatismus nur mit sehr vielen Übungen behandelbar. Man hat sich ein falsches Sprechmuster angewöhnt und muss nun in der Therapie den Laut völlig neu erlernen. Lispeln geht oft einher mit einer myofunktionellen Schwäche oder Störung und dementsprechend werden zusätzlich Schluckübungen durchgeführt. (Myofunktionelle Störungen sind Muskelfunktionsstörungen im Mund- und Gesichtsbereich).

Was ist das?

Stottern ist eine Redeflussstörung, die meistens zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr beginnt, selten später während der Pubertät oder im Erwachsenenalter. Bei 50-80% aller Kinder im Alter von 2,5 bis 4,5 Jahren tritt eine „normale“ Sprechunflüssigkeit auf, das so genannte Entwicklungsstottern, das sich in der Regel innerhalb eines halben Jahres wieder verflüchtigt.

Poltern ist eine zu schnelle, überstürzte und undeutliche Sprechweise, bei der der Patient Probleme hat, seine schnellen Gedankengänge mit seinen Formulierungsmöglichkeiten abzugleichen. Durch die vielen Wiederholungen von Wörtern und Silben, den Verkürzungen und Umstellungen im Satz und der sehr überhasteten Sprechweise werden Polterer oft überhaupt nicht verstanden. Aus einem Poltern kann sich ein Stottern entwickeln.

Woran erkennt man die Störung?

Man unterscheidet beim Stottern zwischen tonischem Stottern (Blockierungen des Sprechens, durch Krämpfe und Anspannungen der Muskelgruppen, die für das Artikulieren zuständig sind, so dass der Redefluss gestört ist) und klonischem Stottern (Wiederholungen von Laut-, Silben- oder Worten stören den Sprechablauf). Hinzu kommen noch eine ganze Menge anderer Sekundärsymptome wie z. B. eine gestörte Atmung, eine veränderte Stimme, Satzbauveränderungen und psychische Probleme, Mitbewegungen und vieles mehr.

Welche Therapieform wird angewendet?

Gerade bei diesem Störungsbild muss man die Therapieform sehr gut auf die Persönlichkeit des Patienten abstimmen. Es gibt sehr viele verschiedene Therapieansätze (Van Riper, Wendlandt, Fernau-Horn u. v. a.) Gute Erfolge versprechen bei Erwachsenen und Jugendlichen die Akzentmethode und eine Desensibilisierung nach Prüß.

Was ist das?

LRS ist eine neue Bezeichnung von Legasthenie. Wie der Name schon sagt, spricht man hier von einer Schwäche beim Erlernen des Lesens und des Schreibens. Gründe können in der Vererbung zu finden sein, oder in Wahrnehmungsstörungen z. B. in der Hörverarbeitung oder im visuellen Bereich.

Woran erkennt man die Störung?

Allgemein gesagt ist LRS eine Problematik im Umgang mit der geschriebenen Sprache. Die Kinder machen ihre Hausaufgaben und schreiben:

„Das Korkodiel hat fiele Zene“.

Sie haben Schwierigkeiten, gesprochene Wörter in einzelne Laute zu zerlegen oder beim Lesen die Buchstaben zu Wörtern zu verschmelzen. Zu erkennen sind diese Probleme bereits nach wenigen Monaten des 1. Schuljahres. Die Lehrerin Ihres Kindes wird Sie darauf aufmerksam machen. Die LRS ist keine Krankheit und in den meisten Fällen intelligenzunabhängig. Die Erscheinungsformen sind vielfach unterschiedlich ausgeprägt. Eine genaue Diagnose kann nach entsprechend dafür entwickelten Tests erfolgen.

Welche Therapieform wird angewendet?

Durch entsprechende Aufbereitung des Lernstoffes mit unterstützenden Materialen und Methoden wird das Erlernte neu und richtig im Gehirn verankert.

Was ist das?

Bei dieser Störung ist die Entwicklung des grammatischen Systems vielfältig gestört und es gibt selten ein einheitliches Störungsbild. Die Kinder haben Probleme mit dem Wortschatz und den Regeln der Wortbildung und der Satzbau ist völlig durcheinander.

Woran erkennt man die Störung?

Typische Merkmale eines Dysgrammatismus sind Fehler bei der Beugung der Verben (gestern gingt ich in den Kindergarten), Probleme beim Einsatz von Artikeln; Pluralformen und Konjugationen (die Apfels die ich gegesst hab waren sehr lecker…), Probleme bei der Bildung von Nebensätzen (meine Mama sagt, ich heute abend früh ins bett muss, weil morgen ich Geburtstag hab).
Je länger die Sätze, desto gestörter der Satzbau.

Welche Therapieform wird angewendet?

Die Therapieform ändert sich alle paar Jahre, je nach Entwicklungsstand der Wissenschaft. Es werden aber immer rhythmische Übungen gemacht, Handlungsabläufe trainiert und zusätzlich viele auditive Übungen eingesetzt.

Was ist das?

Bei einer Rhinophonie (so heißt Näseln unter Fachleuten) entweicht während des Sprechens entweder zu viel Luft oder zu wenig Luft durch die Nase. Man unterscheidet das offene Näseln vom geschlossenen Näseln. Beim offenen Näseln liegt ein mangelnder Abschluss des Gaumensegels vor, so dass auch orale Laute einen nasalen Stimmklang haben. Hier können Probleme beim Essen und Trinken auftreten, da bei mangelndem Gaumensegelabschluss Nahrung und Flüssigkeit durch die Nase entweichen kann. Beim geschlossenen Näseln ist der Abschluss hingegen zu stark, es entweicht zu wenig Luft durch die Nase, verursacht z. B. durch vergrößerte Polypen.

Woran erkennt man die Störung?

Da bei Näselern eine Störung des Stimmklangs vorliegt, hört man schnell den Unterschied zu Nichtnäselern. Oftmals wird vermutet, dass der Patient erkältet ist, eben weil er so durch die Nase spricht.

Welche Therapieform wird angewendet?

Beim offenen Näseln werden Funktionsübungen für Lippen, Zunge und Kiefer gemacht. Das Gaumensegel soll durch Übungen gekräftigt werden (z. B. mit der Therapie nach Fröschel). Die Atmung muss korrigiert werden und die Stimme trainiert. DIE Methode gibt es nicht, nur eine Kombination aller Verbesserungsmöglichkeiten. Auch verschiedene Operationstechniken können zu einer Symptomminderung führen. Diese Therapieform dürfen wir allerdings nicht selber durchführen, also keine Angst.

Was ist das?

LKG-Spalten sind Spalten des vorderen und des hinteren Gaumens.

Woran erkennt man die Störung?

Sie werden vom Arzt direkt nach der Geburt bemerkt oder schon bei den Ultraschalluntersuchungen festgestellt. Bei den Säuglingen gibt es Ernährungsschwierigkeiten, da das Saugen nicht möglich ist. Die Sprache der Kinder entwickelt sich durch den Defekt im Gaumen anders als bei intakten Gaumen. Auch der Stimmklang ist verändert.

Welche Therapieform wird angewendet?

Bei den Säuglingen wird direkt nach dem Einsetzen einer Trinkplatte mit Techniken zur Verbesserung der Nahrungsaufnahme begonnen. Später behandelt man die komplexe Sprachstörung symptomabhängig, also mit dem Schwerpunkt auf der Artikulation oder der Veränderung des Stimmklang bzw. des Näselns. Spaltenkinder leiden meist an einer zentralen Entwicklungshemmung der Sprache, das bedeutet, dass die Entwicklung an sich verzögert abläuft, sie einen Dysgrammatismus aufweisen und eine multiple Dyslalie (Artikulationsstörung) vorliegt.

Was ist das?

Der Mund hat verschiedene Aufgaben – er dient dem Sprechen, Atmen, Essen und Schlucken. Eine Vielzahl von Muskeln sind daran beteiligt, diese verschiedenen Funktionen zu ermöglichen. Sie alle stellen gemeinsam den orofazialen Bereich dar.

Bei einer orofazialen Störung liegt ein Ungleichgewicht der Muskulatur im Mund-, Zungen- und Gesichtsbereich vor. Häufig sind die Bewegungsabläufe und das erforderliche muskuläre Gleichgewicht betroffen, die für das Kauen, Schlucken und Sprechen verantwortlich sind.

Die orofaziale Störung kann sich in einem unvollständigen Mundschluss und/oder einer konstanten Mundatmung zeigen. Weitere Symptome können vermehrter Speichelfluss oder eine undeutliche Artikulation sein.

Woran erkennt man die Störung?

Die Gründe für die Entstehung einer orofazialen Störung sind meistens multifaktoriell und häufig auf eine Kombination von Ursachen zurückzuführen.

Mögliche Ursachen u.a.können sein:

  • eine lange Flaschenernährung
  • Habits (Lutschgewohnheiten, z.B. Nuckeln am Daumen)
  • vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln
  • persistierende frühkindliche Bewegungsmuster
  • vererbte Konstitution
  • Lähmungen des Gesichtsnervs ( link-Facialisparese)
  • nach Operationen im orofazialen Bereich
  • nach Kieferoperationen

Welche Therapieform wird angewendet?

In der Therapie wird die Wahrnehmung und die Sensibilität stimuliert, ungünstige Haltungs- und Bewegungsmuster werden abgebaut und die Muskulatur durch gezielte Übungen derart beeinflusst, dass physiologische Bewegungsmuster erreicht werden können.

Der ganze Vorgang von essen, kauen, schlucken und sprechen wird dadurch verbessert.

In der Therapie können sowohl manuelle Methoden ( link: Castillo-Morales Therapie/ NMK nach Brondo), Methoden der PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Faszilitation) als auch aktive Übungen aus der MFS (link: Myofunktionelle Störungen) angewendet werden.

Was ist das?

Stottern ist eine Redeflussstörung bei der es zu Blockaden beim Sprechen kommt. Diese Störungen sind unfreiwillig und können vom Stotterer nicht beeinflusst werden.

Das Stottern kann den Betroffenen stark in seiner Kommunikation einschränken, weiterhin können auch sog. sekundäre Symptome (s.u.) auftreten.

Stottern beginnt meistens im Laufe der Sprachentwicklung zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr. Viele Kinder haben in dieser Zeit eine Phase in der sie unflüssig sprechen, was sich aber bei den meisten nach einiger Zeit wieder von selbst verliert.

Wenn das Stottern bestehen bleibt, sollte früh mit einer Therapie begonnen werden um Manifestationen zu verhindern.

Woran erkennt man die Störung?

Wenn ein Kind länger stottert oder sich die Blockaden und Silbenwiederholungen verstärken können dies Anzeichen eines echten Stotterns sein.

Stottern zeigt sich durch:

  • Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern
  • Körperliche Anstrengungszeichen, sowohl mimisch als auch körperlich
  • Vermeidung von Sprechsituationen
  • Stimmveränderungen
  • Sprechängste
  • zu schnelles Sprechen
  • sozialer Rückzug

Welche Therapieform wird angewendet?

Die therapeutischen Maßnahmen richten sich nach dem Alter des Stotternden. Eine Stottertherapie kann frühestens mit 2 Jahren begonnen werden, nach oben gibt es keine Altersbeschränkung.

Bei Kindern versucht man in einem spielerischen Rahmen die Rückbildung des Stotterns positiv zu beeinflussen. Stotternde, deren Unflüssigkeiten sich bis nach der Pubertät noch nicht zurückgebildet haben müssen damit rechnen, ihr stottern dauerhaft zu behalten.

Hier ist das Ziel zu lernen mit dem Stottern souverän umgehen zu können und mit der Hilfe von Sprechtechniken Blockaden abzubauen und die Sprechflüssigkeit zu verbessern.

Ab dem Schulalter ist der Umgang mit dem Stottern im Alltag ein ganz wichtiger Bestandteil der Therapie.

Was ist das?

Mit dem Begriff Late Talker werden Kinder beschrieben, die spät mit dem Sprechen beginnen. Die meisten Kinder überschreiten in ihrem Wortschatz die 50-Wort-Grenze im Alter von zwei Jahren. Auch Zweiwortsätze können sie dann bilden. Late Talker sprechen mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter und/oder können keine Zweiwortsätze bilden. Etwa die Hälfte der Late Talker holt den Rückstand bis zum dritten Geburtstag auf. Bei der anderen Hälfte besteht die Sprachentwicklungsverzögerung fort. Da bei Spät-Sprechern eine zwanzigmal höhere Wahrscheinlichkeit einer drohenden spezifischen Sprachentwicklungsstörung vorliegt, wird empfohlen, frühzeitig einen Kinderarzt oder Sprachtherapeuten zu konsultieren.

Ab dem dritten Lebensjahr spricht man von Late Bloomern («Spätblüher» / Aufholer). Das Aufholen des sprachlichen Rückstandes sollte genau beobachtet werden, um auch hier der möglichen Gefahr einer Sprachentwicklungsstörung rechtzeitig entgegenzuwirken.

Woran erkennt man die Störung?

Man erkennt Late Talker an ihrem unterdurchschnittlichen Wortschatzumfang (weniger als 50 Wörter bis zum 24. Monat) und den ausbleibenden Zweiwortkombinationen. Bis zum 36. Monat sollten die Kinder nicht weniger als 100 Wörter sprechen und altersgerechte Sätze bilden können. Auffällig oft fehlt es diesen Kindern auch an einem altersentsprechenden Spielverhalten, oder sie zeigen Unsicherheiten im Sprachverständnis.

Welche Therapieform wird angewendet?

An erster Stelle wecken wir bei den Kindern die Lust am Spiel und das Interesse an Sprache.

Fangen die Kinder an, immer häufiger Wörter nachzusprechen, ist das erste Therapieziel erreicht. Wichtig ist während der Behandlung eine gute Elternanleitung/Beratung. Diese erfolgt in Anlehnung an das Heidelberger Elterntraining.

Auch mit Hilfe der neurofunktionellen Reorganisation nach Padovan, kann sich der Wortschatz/Satzbau ihres Kindes positiv entwickeln.

Was ist das?

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust geistiger Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientieren und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen. Sie führt dazu, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.

Woran erkennt man die Störung?

Von vielen Patienten mit beginnender Demenz und ihren Angehörigen wird die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit als großes Problem empfunden. Vor allem das Nichtverstehen von Zusammenhängen in Gesprächen und das schnelle Vergessen von Fakten bereiten den Betroffenen Schwierigkeiten.

Sprachlich fällt vor allem auf, dass die betroffenen Menschen manchmal Schwierigkeiten damit haben, die richtigen Worte zu finden. Einfache Begriffe fallen Demenzkranken nicht mehr ein, stattdessen verwenden sie unpassende Füllworte. Dadurch werden die Sätze schwer verständlich.

Welche Therapieform wird angewendet?

In einem frühen Stadium der Demenz können Sprachtherapeuten mit ausgewählten Übungsprogrammen für das Sprachverständnis, das Merken von seriellen Abfolgen oder die Wortfindung die kommunikativen Fähigkeiten der Betroffenen unterstützen. Bei fortschreitender Erkrankung liegt der Fokus neben dem Thema Kommunikation zunehmend auf der Nahrungsaufnahme. Auftretende Schluckstörungen stehen dann im Vordergrund und gemeinsam mit allen Beteiligten werden Bewältigungsstrategien für den Alltag erarbeitet, um kommunikative Ressourcen zu erkennen und die Nahrungsaufnahme sicher zu gestalten.

Was ist das?

Bei der auditiven Wahrnehmungsstörung ist nicht das „normale“ Hören von leisen oder lauten Tönen beeinträchtigt, sondern die Weiterleitung und Weiterverarbeitung der Höreindrücke in den entsprechenden Hör- und Sprachzentren des Gehirns.

Woran erkennt man die Störung?

Die Kinder mit diesen Problemen können durch eine verminderte Hör- oder Merkfähigkeitsspanne auffallen, oder durch eine Sprachstörung. Sie haben vielleicht Lernprobleme, sind hyperaktiv oder leiden unter einer Geräuschüberempfindlichkeit. Viele Symptome können darauf hinweisen.

Welche Therapieform wird angewendet?

Es gibt verschiedene Computerprogramme, mit denen wir arbeiten. Aber auch mit entsprechenden Spielen am Tisch kann ein auditives Wahrnehmungstraining stattfinden.

Was ist das?

Die Zunge hat sich ein falsches Schluckmuster angewöhnt und verschiebt durch andauernde falsche Bewegungen die Zähne oder den Kiefer. Der Kieferorthopäde wird dies feststellen und neben der Zahnkorrektur durch eine Zahnspange eine myofunktionelle Therapie verordnen. Bei dieser Therapie wird die Muskelkraft im Zungen- und Mundbereich reguliert und die Zunge lernt, wohin sie sich wann bewegen muss. Die Dauer dieser Behandlung ist meistens auf 20 Einheiten begrenzt, sofern die Kinder gut mitarbeiten.

Woran erkennt man die Störung?

Je nachdem welche neurologische Störung zugrunde liegt, kann es nur zu einem verzögerten Schluckakt kommen, oder der Patient merkt gar nicht, dass er schlucken muss. Oftmals schluckt er aber genauso schnell wie früher, nur läuft ihm die Speise oder Flüssigkeit in die falsche Röhre, nämlich nicht in die Speiseröhre, sondern in die Luftröhre. Wird dies bemerkt, muss der Patient husten, aber manchmal bemerkt man es erst, wenn es zu einer Lungenentzündung kommt. Teilweise dürfen die Patienten erst mal nichts mehr oral zu sich nehmen und werden über eine Magensonde versorgt.

Welche Therapieform wird angewendet?

Wir arbeiten mit der FOTT-Therapie (Facio-Orale-Trakt-Therapie) nach Kay Coombes, wofür wir eine mehrwöchige Zusatzausbildung absolviert haben. Aber auch andere gängige Schlucktherapieformen erleichtern dem Patienten den Weg zu einer besseren Nahrungsaufnahme.

Was ist das?

Unter Aphasie versteht man den Verlust oder die Störung der bereits ausgebildeten Sprache durch Hirnschädigungen. Viele Patienten hatten einen Schlaganfall und können seitdem nicht mehr richtig oder gar nicht sprechen. Auch nach schweren Operationen kann es zu einer Hirnblutung kommen.

Woran erkennt man die Störung?

Der Patient kann vielleicht gar nicht mehr sprechen, oder er versteht die Sprache plötzlich nicht mehr. Sein Lesen und Schreiben ist betroffen, ihm fehlen die richtigen Wörter oder er benutzt falsche Wörter um sich auszudrücken. Es gibt viele verschiedene Formen der Aphasie und es ist sehr wichtig, so schnell wie möglich mit einer Behandlung anzufangen, um bei dem Patienten in der Aktivierungsphase eine bestmögliche Verbesserung seines Zustandes zu erreichen.

Welche Therapieform wird angewendet?

Die Therapie orientiert sich an den sprachlichen bzw. nichtsprachlichen Symptomen des Patienten. Man versucht als Erstes den Betroffenen allgemein sprachlich zu aktivieren, wobei das Ziel nicht die fehlerfreie Sprache ist, sondern eine funktionierende Kommunikation. Innerhalb der störungsspezifischen Übungsphasen wird z. B. versucht, das Sprachverständnis zu verbessern, oder durch die Deblockierungsmethode die Wortfindung zu erleichtern. Wichtig ist es auch, die Familie des Betroffenen zu unterstützen und zu helfen miteinander zu kommunizieren, und sei es nur durch ein Kommunikationsbuch das gemeinsam erstellt wird. Eine Aphasie ist eine sehr große Belastung für alle Beteiligten.

Was ist das?

Bei Erwachsenen treten Schluckstörungen häufig im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen auf. Der Patient verschluckt sich plötzlich und kann nicht mehr gefahrlos Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nehmen. Fachwort dafür ist Dysphagie.

Woran erkennt man die Störung?

Je nachdem welche neurologische Störung zugrunde liegt, kann es nur zu einem verzögerten Schluckakt kommen, oder der Patient merkt gar nicht, dass er schlucken muss. Oftmals schluckt er aber genauso schnell wie früher, nur läuft ihm die Speise oder Flüssigkeit in die falsche Röhre, nämlich nicht in die Speiseröhre sondern in die Luftröhre. Wird dies bemerkt, muss der Patient husten, aber manchmal bemerkt man es erst, wenn es zu einer Lungenentzündung kommt. Teilweise dürfen die Patienten erst mal nichts mehr oral zu sich nehmen und werden über eine Magensonde versorgt.

Welche Therapieform wird angewendet?

Wir arbeiten mit der FOTT-Therapie (Facio-Orale-Trakt-Therapie) nach Kay Coombes, wofür wir eine mehrwöchige Zusatzausbildung absolviert haben. Aber auch andere gängige Schlucktherapieformen erleichtern dem Patienten den Weg zu einer besseren Nahrungsaufnahme.

Was ist das?

Eine Sprechapraxie ist eine durch Hirnschädigung bedingte erworbene Sprechstörung. Der Patient hat sein Sprechen nicht mehr unter Kontrolle, so dass die Planung und Ausführung der Sprechbewegungen nicht mehr richtig funktionieren.

Woran erkennt man die Störung?

Häufiges Symptom einer Sprechapraxie können Suchbewegungen des Mundes (Zunge und Lippen) während des Sprechens, eine große Sprechanstrengung, eine unflüssige Sprechweise oder Wortfehler („Foffer“ statt „Koffer“ oder „Schrahalen“ statt „Strahlen“) sein. Der Patient bemerkt seine sprachliche Beeinträchtigung und deshalb ist die Frustration bzw. der Leidensdruck je nach Schwere der Apraxie sehr groß.

Welche Therapieform wird angewendet?

Die Therapieform ist sehr komplex und erfordert spezielle Fortbildungen der Therapeutin. Im Wesentlichen wird dem Patienten geholfen, wieder Kontrolle über seinen Sprechapparat zu erlangen und die Sprache wird durch bestimmte Übungen zu optimieren.

Was ist das?

Eine Dysathrie oder Dysarthrophonie ist eine neurologisch bedingte Sprechbewegungsstörung, die z. B. nach einer Schädel-Hirn-Verletzung, Multiples Sklerose o. a. auftreten kann.

Woran erkennt man die Störung?

Je nach Art der Dysarthrie treten Störungen der Aussprache, der Stimmgebung, der Sprechatmung oder der Sprechmelodie auf. Auch Schluckstörungen können ein Symptom sein. Dadurch klingt die Sprechweise des Patienten verwaschen oder undeutlich, das Sprechtempo ist langsamer oder die Stimme klingt monoton, heiser, leise oder gepresst.

Welche Therapieform wird angewendet?

Die Therapie ist individuell auf das Störungsbild angepasst und sehr vielseitig. Sie umfasst Übungen zum Atemfluss, Stimmgebung, Mund- / Gesichtsmotorik, Schlucktraining und Artikulationsübungen.

Was ist das?

Wenn Kinder einen oder mehrere Laute nicht richtig aussprechen können, spricht man von einer Artikulationsstörung – auch Dyslalie genannt. Dann wird bspw. aus der „Tasche“ schon mal eine „Tasse“ oder aus dem „Kopf“ ein „Topf“.

Diese Kinder können die Laute entweder nicht richtig bilden oder sie setzen sie falsch im Wort ein. Manchmal werden bestimmte Laute auch einfach wegelassen: Da wird z.B. aus „blau“ schon einmal „ bau“.

Wenn ein Kind nicht nur einen sondern mehrere Laute fehlerhaft ausspricht, kann es dazu führen, dass es für andere schwer zu verstehen ist.

Woran erkennt man die Störung?

Alle Kinder sprechen zu Beginn undeutlich und machen Fehler in der Artikulation. Wenn diese Fehler jedoch andauern und sich die kindliche Aussprache nicht zunehmend verbessert und verständlicher wird kann es sein, dass eine sog. Dyslalie vorliegt. Diese sollte dann von dem Kinderarzt oder einem Sprachtherapeuten/ Logopäden diagnostiziert werden.

Welche Therapieform wird angewendet?

Die Therapeutin stellt in der Diagnostik fest, um welche Art der Artikulationsstörung es sich handelt. Daraus ergibt sich, ob der Therapieschwerpunkt eher auf der Wahrnehmung der betroffenen Laute liegt, oder mehr an der Artikulation gearbeitet werden muss. So sind entweder spezielle Hörübungen oder mundmotorische Übungen durchzuführen. Die Kinder lernen, Atmung und Bewegung der Sprechwerkzeuge so zu koordinieren, dass die Laute richtig gebildet werden können. Häufig findet aber auch eine Kombination von beidem statt. Die Therapie orientiert sich natürlich am Alter und Entwicklungsstand der kleinen Patienten und je jünger das Kind, umso spielerischer ist auch die Therapie.

Was ist das?

Unsere Stimme ist ein Instrument, mit dem wir uns auf ganz individuelle Art und Weise ausdrücken können.

Durch die Schwingung der Stimmlippen im Kehlkopf können wir einen Stimmklang erzeugen, der möglichst klar und leicht sein sollte. Die Atmung spielt dabei eine entscheidende Rolle, da durch den Atemstrom die Schwingung der Stimmlippen erst ermöglicht wird.

Woran erkennt man die Störung?

Wenn die Stimme dauerhaft verändert ist, z.B heiser oder kratzig ist und das Sprechen anstrengend wird, kann eine Stimmstörung vorliegen, die behandelt werden sollte.

Mögliche Symptome können z.B. sein:

  • veränderte Stimme
  • Sprechanstrengung
  • Engegefühl im Hals
  • die Stimme ist nicht mehr belastbar
  • verstärktes Räuspern oder Husten
  • Schmerzen beim Sprechen

Die Indikation für eine Stimmtherapie stellt i.d.R. ein HNO-Arzt oder ein Phoniater.

Neben Stimmstörungen, die auf einen falschen Stimmgebrauch zurückgehen ( funktionelle Dysphonien) gibt es auch zahlreiche organische Ursachen einer Stimmstörung, wie z.B.

  • Recurrensparesen (Nervenlähmungen)
  • Stimmlippenknötchen
  • Dystonien (Bewegungsstörungen)
  • Störungen nach Operationen im Kehlkopfbereich, auch nach Schilddrüsenoperationen
  • Reinke-Ödem

Welche Therapieform wird angewendet?

In der Therapie lernt der Patient neben einer verbesserten Wahrnehmung Übungen kennen, die seine Atem- und Stimmkoordination verbessern und den Stimmklang positiv beeinflussen.

Die Therapie ist immer sehr auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet und es wird ein spezielles Übungsprogramm erarbeitet. Dafür bieten sich u.a.Übungen aus der Akzentmethode und der funktionellen Stimmtherapie sehr gut an.

Was ist das?

Wenn ein organisch gesundes Kind trotz angemessenem Nahrungsangebot das Füttern verweigert, oder ein extrem wählerisches Essverhalten zeigt, spricht man von einer Fütterstörung. Sehr häufig zeigen sondierte Säuglinge (Frühchen) dieses Störungsbild.

Woran erkennt man die Störung?

Die Kinder wehren jedes Nahrungs- oder Trinkangebot ab, sie würgen oder erbrechen beim Essen oder zeigen schon vor dem Essen Abwehrreaktionen wie „wegschlagen“ des Löffels/der Flasche, wegdrehen des Kopfes oder Zusammenkneifen der Lippen. Häufig fangen sie auch vorher an zu schreien oder zu weinen. Den verzweifelten Eltern scheint oft nur das Zwangsfüttern eine Lösung zu sein. Von einer Fütterstörung ist jedoch erst dann die Rede, wenn eines oder mehrerer dieser Symptome über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen regelmäßig auftreten.

Welche Therapieform wird angewendet?

  • Mund- und Esstherapie nach Morris und Klein
  • Orale Regulationstherapie nach Castillo Morales/Brondo
  • Basale Stimulation nach A. Fröhlich
  • Fuß-, Hand- und Gesichtsstimulation

Das Ziel aller Therapieformen ist es, die Eltern zu unterstützen und zu entlasten, denn die Angst, sein Kind „nicht ernähren“ zu können, ist sehr belastend. Die Kinder werden in ihrer Haltung und Bewegung verändert, ihre motorischen und sensorischen Voraussetzungen werden verbessert und einschränkende Reaktionen (z. B. Hypersensibilität oder orale Abwehr usw.) sollen abgebaut werden. So besteht unserer therapeutische Aufgabe darin, positiv auf die Fütter-Ess-Interaktion und das Nahrungsangebot einzuwirken.

Was ist das?

Das Baby scheint oder ist tatsächlich zu schwach, um genug Milch zu trinken. Bei einer Saug-Trinkschwäche können Probleme auftreten, die es den Babys schwer machen, ihr Saugen, Schlucken und Atmen zu koordinieren. Dadurch fühlen die Kinder Stress und eine zu große Anstrengung und brechen das weitere Trinken ab. (Vergleichbar mit einem untrainierten Marathonläufer). Das Baby entwickelt kein adäquates Saugmuster, keinen guten Trinkrhythmus.

Auch die Zungenmotorik und -beweglichkeit kann beeinträchtigt sein oder den Kleinen fehlt die Fähigkeit, ausreichend Druck aufzubauen, um genug Milch aus der Brust/Flasche saugen zu können. Das Resultat ist, dass die Kinder oftmals nicht genug zunehmen.

Schwaches Saugen hängt oft mit einer Muskelschwäche oder einer noch nicht vollzogenen Muskelentwicklung (bei Frühgeborenen) zusammen. So tritt eine Trinkschwäche häufig bei Säuglingen auf, die aufgrund ihrer medizinischen Vorgeschichte für längere Zeit nicht die Möglichkeit hatten oralmotorische Erfahrungen zu sammeln.

Woran erkennt man die Störung?

  • das Baby ermüdet rasch und schläft schnell wieder ein
  • ohne zusätzliche Ernährung über eine Nasensonde bleibt das Gedeihen aus
  • die Kinder saugen nur sehr schwach und/oder zeigen eine eingeschränkte Ausdauer
  • die Sauginitiierung ist schwach
  • der Muskeltonus ist schwach
  • die Rumpf-, Hals- und Kopfmuskulatur ist unzureichend stabil

All das führt dazu, dass das Baby keine ausreichende Milchmenge zu sich nehmen kann.

Welche Therapieform wird angewendet?

  • Elternberatung, Anleitung in Füttertechniken (Fingerfeeding, Pacing etc.) oder Stillen (Link zu Filmen oder Fotos)
  • Indirekte Vorbereitung auf die orale Nahrungsaufnahme (z. B. durch ein stabiles Lagern oder eine besserer Hand-Mund-Koordination)
  • Anbahnung des Saugens durch basale Stimulation
  • Orale Stimulation nach Castillo Morales/Brondo

Das Ziel der Therapie ist es in erster Linie, dem Kind die Möglichkeit zu geben, positive Erfahrungen mit dem Trinken zu machen und ein effizientes Trinkmuster zu üben. Die Menge der getrunkenen Milch darf bei Kindern mit Trinkproblemen oder Saugschwäche anfangs nicht im Vordergrund stehen.

Zusätzliche Therapieangebote

Cervico-Cranio-Oro-Faciale Dysfunktionen werden dank Zusatzqualifikationen bei Kindern und Säuglingen behandelt. Frühgeborene oder Kinder mit genetischen Syndromen, mit muskulärer Hypertonie, mit zentralmotorischen Störungen und/oder Mehrfachbehinderungen sowie Störungen im Bereich des Gesichtes, des Mundes und des Rachens, brauchen diese besondere Therapie. So sind sie bald in der Lage, leichter Nahrung zu sich nehmen zu können, den Mundschluss zu erreichen oder ihre Zunge an die richtige Position im Mund zu bekommen. Ihr ganzes Erscheinungsbild wird durch die Therapie verbessert, sie fangen an, nicht mehr so stark zu speicheln, erlernen das Sprechen und die Eltern erleben eine große Verbesserung in der kindlichen Entwicklung, was den Alltag leichter macht. Das Kind erlebt durch die Behandlung einen Schub in seiner Entwicklung, wird aufmerksamer, offener, motivierter, nimmt seine Umwelt besser auf und wird fähig zur Kommunikation.

Siehe auch: Castillo-Morales-Vereinigung

Diese therapeutische Maßnahme bezweckt eine Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten bei Menschen die gar nicht, kaum oder nur sehr schlecht kommunizieren können. Als Zielgruppe sind hier Kinder und Jugendliche angesprochen, die zwar ein gemäßigtes Sprachverständnis besitzen, aber aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Behinderung so stark eingeschränkt sind, dass sie auf Hilfe angewiesen sind, um sich verständlich machen zu können. Wir arbeiten mit Gebärden (GUK Karten), elektronischer Hilfe wie der Alpha Talker, Kommunikationstafeln und Lautsprachtherapien.

Unter selektivem Mutismus versteht man eine Kommunikationsstörung. Kinder oder auch Erwachsene können unter bestimmten Bedingungen «Nicht-Sprechen», in einer sicheren Umgebung/Kontext aber fehlerfrei reden. Das besondere Kommunikationsverhalten wird in der Regel erst ab etwa 3 Jahren festgestellt, wenn das Kind anfängt außerhalb der Familie nicht angemessen zu kommunizieren, obwohl die eigentliche Sprachentwicklung im Bereich Aussprache, Grammatik und Wortschatz altersgemäß entwickelt ist.

Die ganze Entwicklung (sprachliche, kognitive, soziale und emotionale) ist vom mutistischen Verhalten betroffen. Der Patient leidet unter Sozialangst, seelischem Rückzug oder Widerstand gegen andere oder unter einer depressiven Stimmungslage. Er hat Schwierigkeiten in der Schule, der Ausbildung oder im Beruf und wird teilweise von anderen Leuten gemieden.

Da die Kinder mit Mutismus leichter zu ignorieren sind als hyperaktive oder lernbehinderte Kinder, wird selten richtig diagnostiziert oder überhaupt bemerkt, dass eine Störung vorliegt. Von den Eltern werden Kinder mit Mutismus oft als schüchtern oder lustlos begriffen. Im Umfeld der Eltern, der Geschwister und enger Freunde reden die Betroffenen ganz normal und gelöst, sobald jedoch auch nur der Verdacht besteht, dass jemand anderes mithört, oder nur ein Dritter sieht, dass der Mund bewegt wird, verfällt der Mutist wieder ins Schweigen.

Da Mutismus eine Kommunikationsstörung ist und in der Interaktion mit anderen Menschen auftritt, leiden auch die Kommunikationspartner unter dem Schweigen. Man kann Mutisten nicht zum Reden fordern, denn das «zwingt» sie, immer stiller zu werden.

Man kann Mutismus aber behandeln/therapieren.

Siehe auch: StillLeben Hannover e.V.